Dienstag, 22. Mai 2012

Maditapim stellt vor: Fräulein Juli

"Fräulein Juli tanzt gerne Salsa ♥ & näht, wenn es die Zeit erlaubt, kleine und feine Dinge zum lieb haben im Muster- und Farbenrausch, die die Sonne ins Herz bringen und einfach glücklich machen", so beschreibt sich Steffi alias Fräulein Juli in ihrem Dawanda-Shop. Nebenbei ist sie Mama eines ganz entzückenden kleinen Mädchens, Bloggerin, Mit-Initiatorin der ersten Handmade-Bewegung in Plauen und noch vieles mehr. Aber schaut selbst...

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Was hast du gelernt/studiert und was machst du derzeit?

Ich habe Betriebwirtschaft studiert und anschließend noch ein Aufbaustudium zum Mediendesigner absolviert. Jetzt arbeite ich seit vielen Jahren in Plauen bei einer innovativen IT-Firma und bin hier im Bereich Marketing tätig.

Wie schaffst du den Spagat zwischen Beruf und Familie und wie sieht ein typischer Tag im Hause Fischer aus?

Eigentlich klappt das ganz gut, ich habe allerdings auch großes Glück, dass mein Mann und meine Familie mir einiges abnehmen.

In der Woche haben wir die üblichen Termine: Arbeit, Kindergarten, nachmittags zum Sport fahren oder auch Freunde mit Kindern besuchen. Abends hat dann jeder auch seine Freiräume für Sport oder Kino, was ich sehr wichtig finde. Die Wochenenden laufen dann etwas entspannter ab, aber wir versuchen immer, viel Zeit gemeinsam zu verbringen: Wir schlafen aus, frühstücken lange, gehen in die Natur, machen Ausflüge und Picknicks oder faulenzen einfach mal nur zu Hause auf unserer Terrasse. Mein Mann treibt viel Sport, deshalb sind wir am Wochenende auch häufig zu Wettkämpfen unterwegs, hier in der Region oder in den Alpen. Und wenn noch Zeit bleibt, dann kümmere ich mich um meinen Blog, fotografiere leidenschaftlich gerne oder bastle kleine Schmuckstückchen. Juli ist immer dabei und hat sogar ihren eigenen kleinen Bauchladen, den sie regelmäßig befüllt und dann ihre Sachen voller Stolz an die Oma „verkauft“.

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Du verkaufst in deinem dawanda-Shop Schmuck, Handyhüllen aus Filz und Salsa-Shirts. Wie kam es dazu und wird es demnächst auch noch mehr von dir geben?

Mehr auf keinen Fall, vielleicht nur anders! Die Sachen, die ich verkaufe, mache ich mit Liebe und weil sie mir selbst gefallen. Allerdings schaffe ich zeitlich nicht mehr, da ich natürlich auch gerne Zeit mit meiner Familie verbringen möchte und ich mit meinem Mann ja auch noch regelmäßig Salsakurse gebe, deren Organisation auch einige Zeit benötigt.


Bei Deinen Produkten merkt man dir die Liebe zu knalligen Farben an, spiegelt sich diese auch in deinem Einrichtungsstil wieder oder magst du es da lieber schlicht?

Ja! Ich liebe Farben auch in meiner Wohnung. Mein Einrichtungsstil ist bunt und ein bisschen multikulti. Aus jedem Urlaub bringen wir kleine Dinge für die Wohnung mit: Ölbüchsen aus Italien, Bonbondosen aus Südfrankreich, Zigarrenschachteln aus Kuba oder Trommeln aus Afrika. Ich liebe meine Stapel Wohnzeitschriften und Fotokisten, die ich selbst beklebe und Erinnerungen darin sammle. Allerdings plane ich für unsere Wohnung demnächst ein komplett neues Outfit: weiße Wände mit vielen farbigen Accessoires. Ich liebe den skandinavischen Stil und es wird einfach alles ein bisschen heller und moderner.


Du hast die Salsa-Szene in Plauen und Umgebung entscheidend gefördert und geprägt, wie bist du zum Salsa-Tanzen gekommen und was fasziniert dich daran?

Bereits zu Studienzeiten bekam ich meine erste „Buena Vista Social Club“-CD geschenkt und seitdem bin ich von der Musik fasziniert. Als ich meinen Mann kennenlernte, stand für uns fest: Wir wollen Salsa tanzen! Irgendwann haben wir aus Spaß einen kleinen Tanzkurs in einem spanischen Restaurant in Plauen gegeben und daraus hat sich im Laufe der Jahre eine richtige kleine Salsa-Szene entwickelt. Wir geben regelmäßig Kurse im Malzhaus in Plauen und haben mit Freunden eine kleine Showgruppe: die “Los Mananeros” (daher kommt auch die Idee mit den Salsa-Shirts :-). Es macht uns immer wieder sehr stolz und auch viel Freude zu sehen, wie die Leute von der Musik und der Bewegung begeistert sind. Die Salsakurse am Abend sind wie ein kleiner Kurzurlaub für uns. Und zweimal im Jahr organisieren wir einen Djembe-Workshop mit einem Gastlehrer.


Neben Städten, wie Berlin, Hamburg, etc. wirkt Plauen schon etwas verschlafener. Würdest du dennoch einen Ausflug empfehlen? Und wenn ja, was sollte man sich unbedingt anschauen?

Wir lieben das Großstadtflair, genießen aber auch gerne die Ruhe der Kleinstadt. Die Landschaft im Vogtland und die damit verbundenen Freizeitmöglichkeiten sind toll, wir haben die Berge mit Skigebieten und herrliche Talsperren direkt vor der Nase. Wir fahren sehr gerne Ski und da wir von hier in 15 Minuten im Schnee sind, ist die Lage ideal für uns. Und auch die Innenstadt von Plauen ist sehr schön, die Altstadt und das Malzhaus, das Weisbachsche Haus und die Weberhäuser, die kleinen versteckten Biergärten, der Stadtpark und natürlich die Menschen … man muss nur mit offenen Augen durch die Stadt gehen.

Im Dezember fand in Plauen zum ersten Mal die “kaufhausliebe, der andere Markt für schöne Dinge" statt. Was verbirgt sich hinter dem Projekt und wie kam es dazu?

kaufhausliebe war ein absolutes Herzblutprojekt. Ich liebe Floh- und Handmade-Märkte und das Ambiente dort und die Idee, so etwas hier in Plauen auf die Beine zu stellen, spukte mir schon seit Jahren im Kopf herum. Gemeinsam mit zwei Freunden nahm die Idee dann Format an und das Wilkehaus als ehemaliges „Kaufhaus“ bot uns natürlich das ideale Ambiente dafür. Wir drei haben uns sehr gut ergänzt und die Organisation und Durchführung hat eine Menge Spaß gemacht, aber auch viel Zeit gekostet. Aber es hat sich gelohnt, der Markt war ein großer Erfolg.

  
Was sind deine nächsten Projekte?

Natürlich wäre es toll, das kaufhausliebe-Projekt zu wiederholen, vielleicht auch in einer abgewandelten Form. Ideen hätte ich da viele, mal schauen, was wir davon realisieren können.

Kommentare:

  1. Danke für den interessanten Blick hinter die Kulissen! Immer schön zu lesen, wie andere so ihren vollen und auch spannenden Alltag bewältigen. Schöne Grüße

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  2. Wenn wir nur schon so eine Bunde Wohnung hätten. Wir sind gerade wieder auf der suche weil wir uns so langsam wieder vergrößern müssen. Denn unser kleinste will ja auch irgendwann sein eigenes Zimmer haben und da reicht unsere 3 Zimmerwohnung nicht. Die Ausschreibungen bei uns in der Wohngegend sind auch nciht vielversprechend :( So müssen wir wohl darüber nachdenken den Bezirk zu wechseln. Oder sollte man doch einfach kaufen! Im Moment wäre es ja echt günstigen bei den Zinsen. Und wenn man das alle immer so liest wie auf diesen Seiten kommt man schon ins Grübeln :( Aber macht ja alles nichts! Egal was wir machen ich hab jetzt einen schönen Blog gefunden, wo ich mir für die Zukunft ein paar Ideen klauen kann für die zukünftige Einrichtung ;)

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  3. Hallo Anna, danke für Deinen Kommentar. So soll es sein!
    LG Susi

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